Vachdorf im Zeitstrahl
- 840
Erste urkundliche Erwähnung
In einer Urkunde Kaiser Ludwigs des Frommen taucht der Ort als Fachkedorp auf. Ausgestellt wurde sie in Ketzicha, dem heutigen Bad Kissingen. Das Dokument liegt heute in der British Library in London.
Vachdorf war wahrscheinlich ein befestigtes karolingisches Königsgut. Die Anlage lag nicht auf einer Höhe, sondern mitten in der Werraniederung, im heutigen Ortskern.
- 1230
Konrad von Vachdorf
Ein Konrad von Vachdorf wird als Dienstmann des Bischofs von Würzburg genannt.
- 1435
Verpfändung an Henneberg
Der Würzburger Bischof verpfändet Vachdorf und Leutersdorf an die Grafen von Henneberg-Schleusingen. Sechzig Jahre später, 1495, wird das Pfand wieder eingelöst.
- 1542
Endgültig zu Henneberg-Schleusingen
Als Teil der würzburgischen Exklave Meiningen kommt der Ort im Tausch endgültig an Henneberg-Schleusingen.
- 1583
An die Wettiner
Nach dem Aussterben des Hauses Henneberg fällt Vachdorf mit dem Amt Meiningen an die Wettiner.
- 1619–1665
Hexenprozesse
Sechzehn Menschen aus Vachdorf geraten in Hexenprozesse, vierzehn Frauen und zwei Männer. Elf Frauen werden hingerichtet, bei vier Verfahren ist der Ausgang bis heute nicht bekannt.
Das letzte Opfer ist 1665 Margaretha, die Frau von Hans Bauer.
- 1680–1918
Herzogtum Sachsen-Meiningen
Vachdorf gehört zum Herzogtum Sachsen-Meiningen, bis 1825 im Amt Meiningen, danach bis 1829 im Amt Maßfeld.
- seit 1998
Restaurierung der Kirchenburg
Der Förderverein Kirchenburg Vachdorf e.V. arbeitet an der Restaurierung der Anlage. Mehr zur Anlage unter Kirche.
